seit Februar 2022
Inventarisierungsprojekt 2022
Große Teile unserer jährlich um zwei bis drei Grabungen anwachsenden Sammlung sind noch unbearbeitet. Ziel des Projektes ist es, eine dem üblichen Standard entsprechende digitale Inventarisierung eines abgegrenzten Bereiches vorzunehmen (Foto, Datenblatt mit Objektbeschreibung und Fundort und Fundzusammenhang ). Die Inventarisierung dient als Basis für unsere weitere Forschung und ist im Sinne der Sammlungspflege und -verwaltung von höchster Dringlichkeit.
Eine Subventionsanfrage beim Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport wurde uns mit EUR 3000,- gewährt. Mit Hilfe dieser Summe und einem Anteil der Jahressubvention von Land und Stadt konnte dieses Projekt im Februar 2022 starten und wird noch bis Mitte 2023 laufen. Mit den Arbeiten haben wir Archäologin Stefanie Heim BA MA beauftragt. Sie war sowohl während ihres Archäologiestudiums als auch nach erfolgreichem Abschluss für das Museum Stadtarchäologie i.T. im Bereich Recherche und Archivierung des Öfteren tätig. Zudem gehört sie seit vielen Jahren dem Grabungsteam der Stadtarchäologie Hall i.T. an und war daher bei einer Vielzahl von archäologischen Ausgrabungen und Bauuntersuchungen selbst vor Ort. Somit ist sie bestens mit den Funden und den Fundzusammenhängen vertraut.

Stefanie Heim BA MA.
Die Inventarisierung beinhaltet die Aufnahme in die Museumsdatenbankliste bzw. Inventarliste, eine genaue Beschreibung des Objektes und die fotografische Dokumentation. Die Fotos der Objekte werden in einem separaten Ordner gesammelt und mit der Inventar- und Datenbanknummer versehen, um eine Zuordnung zu erleichtern bzw. möglich zu machen. Die Kleinfunde gehören unterschiedlichster Materialgruppen an, wie etwa: Holz, Metall, Buntmetall, Knochen, Glas, Keramik, Porzellan, etc. Am Anfang des Inventarisierungsprojektes stand jedoch noch die Bereinigung der Inventarliste und die Durchsicht der bereits eingelisteten Objekte. Nach der Behebung der Fehler in der Liste und im Fotoordner konnte mit der Hauptaufgabe, der Einpflegung neuer Objekte in die Museumsdatenbank, begonnen werden.
Der Arbeitsvorgang für die Inventarisierung eines neuen Objektes umfasste folgende Arbeitsschritte:
• Zuerst wurden die zu inventarisierenden Fundobjekte festgelegt, die Auswahl der Funde erfolgte im Depot der Stadtarchäologie Hall in Tirol.
• Danach wurde eine neue Inventarnummer für ein neues zu inventarisierendes Objekt vergeben.
• Anschließend erfolgte die Einlistung des neuen Objektes in die Museumsdatenbankliste/Inventarliste.
• In der Museumsdatenbankliste/Inventarliste wurden folgende Attribute pro Objekt ausgefüllt: Inv.Nr, Fotonummer, Grabungskürzel, Grabung, Fundnummer, Gegenstand, Eigentümer, Entstehungszeitraum des Objektes, wann wurde es erfasst, Herkunft (alle hier eingetragen), umfassende Beschreibung des Objektes: Maße, Auffälligkeiten bzw. Besonderheiten, Herstellungsweise, Material, Verwendungszweck, Farbe), Künstler:in (wenn vorhanden), jetziger Standort, Zustand, Bearbeiter:in, Bearbeitungsdatum;
• Fotografische Dokumentation mit Fotomaßstab: dabei wurde darauf geachtet, dass alle aussagekräftigen Bereiche des Objektes auf dem Foto sichtbar sind. Wurden mehrere Fotos von einem Fund erstellt so wurden die einzelnen Fotos mit Hilfe von Photoshop zusammengefügt, des Weiteren wurde das Foto in diesem Programm bearbeitet
• Nach der Fertigstellung eines Objektfotos wurde das Foto mit der Fotonummer in den Fotoordner eingefügt
