Dekorperlen, Verschiedene Materialien, 16.-17. Jh. Perlen aus Bein, Stein, Glas, Metall usw. verwendete man für Schmuck (Kette, Armband etc.) ebenso wie zur Dekoration von Kleidung. Ein eigener Berufszweig verarbeitete die oft winzigen Perlen zu aufwändigen Stickereien. Diese zierten Repräsentationsgewänder von weltlichen Fürsten und kirchlichen Würdenträgern und natürlich die Kleider der edlen Damen. Dabei handelte es sich oft um Stickerei-Latze oder Einsätze, die am Oberteil aufgenäht und wieder herausgetrennt werden konnten. Die kostbaren Stickereien, manchmal sogar aus echten Perlen, wurden wieder verwendet, ja sogar vererbt. Noch heute existiert der Beruf des/der Gold-, Silber- und Perlensticker/in. Der acupictor von einst betätigte sich als Seidensticker, Perlensticker, Nadelmaler. Letzteres meint eine Stickerei mit dünnem (Seiden-)Faden, deren Ergebnis wie ein gemaltes Bild aussieht.
