Konservierungsprojekt 2025 „Eisenfunde“ 1. Teil

Oktober bis Dezember 2025
Konservierungsprojekt 2025
„Eisenfunde“ 1. Teil

Das Projekt „Sichtung, Reinigung und Konservierung ausgewählter Eisenfunde aus dem Funddepot der Stadtarchäologie Hall seit 1997, Teil 1“ konnte dank einer großzügigen privaten Spende in Höhe von Euro 1.000,- in Angriff genommen werden. Durchgeführt wurden die Arbeiten von Restaurator Chris Moser.

Von Oktober bis Dezember 2025 wurde damit begonnen, die bis dahin in destilliertem Wasser konservierten Eisenfunde früherer Ausgrabungsprojekte systematisch zu sichten. Ziel war es, nach Möglichkeit Objekte auszusortieren, die verbleibenden Fundstücke zu reinigen und abschließend mit Paraloid zu konservieren. Damit sollte einerseits zusätzlicher Platz im umfangreichen Funddepot der Stadtarchäologie Hall in Tirol geschaffen werden, andererseits der dauerhafte Zugriff auf wissenschaftlich relevante und konservierte Fundobjekte für Ausstellungen und Publikationen gewährleistet sein.

In einem ersten Schritt wurde mit den Eisenfunden der Ausgrabung „Mustergasse“ aus dem Jahr 1996 begonnen. Hierfür wurden zunächst acht Kartons mit insgesamt über 200 Schraubgläsern sowie drei große Kunststoffbehälter mit in destilliertem Wasser eingelegten Eisenfunden vorsichtig ausgepackt, aufgelegt und getrocknet.

Auslegen und Sichtung der Eisenfunde, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Im Anschluss erfolgte die fachliche Auswahl der Objekte: Es wurde entschieden, welche Funde wissenschaftlich relevant sind und welche aufgrund ihres Erhaltungszustandes ausgesondert und entsorgt werden mussten. Die verbliebenen Fundstücke wurden in intensiver Feinarbeit gereinigt – zunächst grob mithilfe einer Präzisionsschleifmaschine, anschließend fein mit einem Fiberglasstift.

Restaurator Chris Moser bei der Arbeit, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Im letzten Arbeitsschritt wurden die Eisenfunde zur Konservierung mit Paraloid behandelt. Kleinere Objekte wurden dafür kurzzeitig getaucht, während bei größeren Stücken, wie etwa einem Türschloss, die konservierende Paraloidschicht mit dem Pinsel aufgetragen wurde. Die insgesamt knapp 70 mit Paraloid konservierten Eisenobjekte wurden abschließend erneut aufgelegt und sorgfältig getrocknet.

Eisenobjekte vor und nach der Restaurierung, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.