Seit etwa 1300 verlief schräg durch den Inn ein Triftrechen. Diesen errichtete man, um die Baumstämme aufzufangen, die aus dem Tiroler Oberland getriftet kamen. Dafür wurden mit Eisenschuhen versehene Rammpfähle in das Flussbett getrieben. Rammpfähle konnten Teile von darauf errichteten Häusern, einer Brücke oder von Bootsstegen sein. Häufig wurden sie auch für Uferbefestigungen verwendet. Der heutige Untere Stadtplatz dürfte bis in das 15. Jahrhundert von einem Seitenarm des Inn erreicht worden sein. Noch im frühen 16. Jahrhundert benötigte man dort Rammpfähle als Unterkonstruktionen für Brücken- und Hausbauten.
