Nuppengläser waren die typischen Trinkgläser des Mittelalters. Sie standen wohl nur auf dem Tisch wohlhabender Bürger und des Adels.
Die ärmeren Schichten tranken meist aus Holzbechern. Die zahlreichen Formen und ihre Auffindungssituationen ermöglichen Datierungen: spitze, kleine Nuppen (14. Jh.), fladenförmige (15. Jh.) oder großflächige, mit nach oben auslaufenden abstehenden Spitzen, die an einen Krautstrunk erinnern.
Letztere erhielten daher von den Wissenschaftlern den Namen »Krautstrunk«. Die aufgeschmolzenen Glasfortsätze verhinderten, dass das teure Glas aus der Hand glitt.
Der Fund eines besonders großen Krautstrunkes läßt auf damalige Trinkgewohnheiten schließen.
