Museumspädagogisches Programm „Schon wieder Hirsebrei!“, 2018

Dezember 2017 bis April 2018
Museumspädagogisches Programm
„Schon wieder Hirsebrei!“

Zielgruppe: AHS, BHS, NMS, insbesondere HBLA, 13 bis 19–Jährige

2012 haben wir das museumspädagogische Programm „Schon wieder Hirsebrei“ in unser Repertoire aufgenommen. Eine Adaptierung des vom Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur geförderten Pilotprojekts „Museum auf Rädern“. Dieses Projekt umfasste die Konzeption eines zweistündigen Workshops für interessierte Einheimische und Touristen zum Thema „Schon wieder Hirsebrei“ und erfolgte an verschiedenen Orten in Nord- und Osttirol.
Im Rahmen dieses Workshops bekamen die TeilnehmerInnen auf anschauliche Weise Einblick in die Ernährungsgewohnheiten des Mittelalters mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation. Weiters konnten sie sich an drei Stationen über alte Rezepte und Kochbücher informieren, die mitgebrachten Originale aus unserem Museum zum Thema Kochen, Backen, Vorratswirtschaft und Tischkultur betrachten und zur Erinnerung einen Seifenabguss von unserem Brotmodel aus dem 15. Jh. herstellen. Zum Abschluss wurde dann ein mittelalterliches Gericht verkostet. Das Programm wurde von Herbst 2010 bis Sommer 2011 durchgeführt und erlaubte 20 Tiroler Gemeinden und Institutionen sich die Kultur quasi ins Haus zu holen. 385 Personen nahmen insgesamt daran teil, über 3800 Kilometer wurden abgefahren.

Das Projekt war so erfolgreich, dass wir es altersgerecht abgewandelt und schultauglich der Tiroler Kulturservicestelle als museumspädagogisches Programm unter dem Titel „Schon wieder Hirsebrei!“ anboten.
Somit erhalten nun auch SchülerInnen ab der 6. Schulstufe Einblick in mittelalterliche Ernährungsgewohnheiten und Tischkultur, haben die Gelegenheit zum unmittelbaren Kontakt mit ausgewählten Originalen aus der Zeit von 1300 bis 1550 und können einen selbst hergestellten Seifenabguss ihr Eigen nennen.

Anstelle der Verkostung eines mittelalterlichen Gerichts – dies lässt sich leider zeitlich, technisch und aus lebensmittelhygienischen Gründen im Museum nicht umsetzen – sind die Jugendlichen aufgefordert, nach Durchsicht alter Rezepte und Kochbücher selbst ein „Menü“ nach alter Tradition zusammenzustellen und ein entsprechendes Unterhaltungsprogramm zu planen.

Dieses knapp zweistündige Programm bieten wir auch in der schon bewährten Form „Museum auf Rädern“ an und kommen auf Wunsch mit unseren Originalen auch in die Schulen.

Die Vermittlung wird im Jahr 2018 von Mag. Alexandra Müller-Krassnitzer und Caroline Posch MA durchgeführt.