14. Oktober 2026
Erneute Verlängerung des Österreichischen Museumsgütesiegels
im Rahmen des 37. Österreichischen Museumstages
Vom 14. bis 16. Oktober 2026 fand in Eisenstadt der 37. Österreichische Museumstag statt.
Unter dem Motto „Vielstimmig! Museen als Resonanzräume“ widmete sich die Fachtagung der Frage, wie Museen unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven, Geschichten und Sprachen sichtbar machen und als Orte des Dialogs und der Begegnung wirken können. Ein besonderer Anlass war das 100-jährige Bestehen des Landesmuseums Burgenland. Im Rahmen des Museumstages wurde am 14. Oktober das Österreichische Museumsgütesiegel feierlich an Museen verliehen und für weitere fünf Jahre verlängert.

Österreich verfügt über eine vielfältige Museumslandschaft, die Kunstmuseen, historische, archäologische, naturkundliche und ethnografische Museen ebenso umfasst wie kulturgeschichtliche Spezialmuseen. Museen sind kulturelle Gedächtnis- und Wissensspeicher. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören die Bewahrung, Erforschung, Dokumentation und Vermittlung materiellen und immateriellen Kulturerbes. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis unserer Vergangenheit und zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart.
Das Österreichische Museumsgütesiegel steht für qualitätsvolle und verantwortungsbewusste Museumsarbeit. Es wird gemeinsam von ICOM Österreich (International Council of Museums, Nationalkomitee Österreich) und dem Museumsbund Österreich vergeben. Da die Bezeichnung „Museum“ in Österreich rechtlich nicht geschützt ist, dient das Gütesiegel als wichtige Orientierung für Besucherinnen und Besucher. Es zeichnet jene Museen aus, die definierte Qualitätsstandards erfüllen, Verantwortung für die Bewahrung des kulturellen Erbes übernehmen und sich zur Einhaltung der internationalen Ethischen Richtlinien für Museen von ICOM verpflichten.

Das 2002 erstmals verliehene Österreichische Museumsgütesiegel unterstützt die kontinuierliche Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des österreichischen Museumswesens. Die Bewertung erfolgt nach festgelegten Kriterien, die unter anderem die institutionelle und finanzielle Basis, die Zugänglichkeit, die Sammlungsbewahrung, die Forschung, die Vermittlung und die Ausstellungstätigkeit umfassen. Über die Zuerkennung und Verlängerung entscheidet eine unabhängige Jury aus Fachleuten des Museumswesens.

Erneute Auszeichnung für das Museum Stadtarchäologie Hall
Im Rahmen der Verleihung 2026 wurden zwölf Museen aus fünf Bundesländern neu beziehungsweise erneut mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet. Für weitere 44 Museen wurde die Gültigkeit des Gütesiegels um fünf Jahre verlängert. Auch das Museum Stadtarchäologie Hall in Tirol gehört zu den Häusern, deren Auszeichnung nach einer neuerlichen Überprüfung verlängert wurde.
Das Österreichische Museumsgütesiegel wird jeweils für fünf Jahre zuerkannt. Vor Ablauf dieser Frist müssen die ausgezeichneten Museen eine Verlängerung beantragen und erneut nachweisen, dass sie die geltenden Qualitätsstandards erfüllen. Grundlage dafür sind die eingereichten Unterlagen und ein Evaluierungsverfahren, in dessen Rahmen auch eine Überprüfung vor Ort erfolgen kann.
Die erneute Verlängerung bestätigt die qualitätsvolle Arbeit des Museums Stadtarchäologie Hall und sein kontinuierliches Engagement für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des archäologischen Erbes der Stadt Hall in Tirol. Zugleich ist die Auszeichnung Ansporn, die Museumsarbeit weiterzuentwickeln und die archäologischen Zeugnisse der Vergangenheit auch künftig einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
