Schankgefäß

Schankgefäß, Siegburger Steinzeug 1500-1550

Die kleine Stadt Siegburg, im Rheinland südlich von Köln, war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ein überregional bedeutendes Töpferzentrum. Berühmtheit erlangte es vor allem durch eine besondere Keramik: das Steinzeug.

Zur Herstellung dieser wasserundurchlässigen Keramik wurden ein ganz spezieller Ton verwendet, der nicht überall vorkommt, und hohe Brenntemperaturen von 1200 bis 1400 Grad benötigt.

Siegburger Steinzeuggefäße erfreuten sich seit dem 14. Jh. in fast ganz Europa großer Beliebtheit. Man kennt sie als Importware auch in Tirol.

Siegburger Schank- und Trinkgeschirr war nicht der sozialen Oberschicht vorbehalten, sondern ist auch in den Abfällen der „kleinen Leute“ zu finden.