Das Würfelspiel dürfte bei allen sozialen Schichten beliebt gewesen sein. In Hall wurden bisher insgesamt 40 winzige Würfel bei verschiedenen Grabungen gefunden. In Mittelalter und Neuzeit waren Würfel aus Knochen am gebräuchlichsten.
Der »Würfler« brauchte für die Bearbeitung der Knochen keine spezielle Einrichtung, denn die Herstellung der Würfel war relativ einfach (schneiden, fräsen und schleifen). Bei der Endfertigung konnten den Würfeln noch verschiedene Farbnuancen verliehen werden, z. B. durch Rösten im Feuer.
Auch in Hall fanden sich dunklere Würfel, die möglicherweise dieses Verfahren durchlaufen haben. Zuletzt fügte der Würfler noch die Augen mittels Drillbohrer hinzu.
