12. bis 14. Oktober 2022
Teilnahme
33. Österreichische Museumstag 2022
Einmal im Jahr findet der Österreichische Museumstag, organisiert vom jeweiligen Austragungsort, gemeinsam mit dem Museumsbund Österreich und ICOM Österreich statt. Diese Fachtagung ermöglicht wissenschaftliche Informationen zu aktuellen Themen zu vermitteln sowie Austausch und Vernetzung zwischen den Museen zu fördern.
Die Teams des Landesmuseums Kärnten, des Museumsbunds Österreich und von ICOM Österreich luden heuer anlässlich der Wiedereröffnung des Kärntner Landesmuseums als kärnten.museum zum Museumstag nach Klagenfurt am Wörthersee ein. „Quantensprünge – Museum zwischen Kontinuität und Disruption“ lautete das Thema des 33. Österreichischen Museumstags, der zur Gänze in hybrider Form (physisch vor Ort und virtuell via Livestream) stattfand.
Die ICOM CECA Austria Conference ging am 12. Oktober, unter dem Titel „Alles Fake, ganz ehrlich!“ der Frage nach, wie Kulturvermittlung auf immer neue Wissensformen, Wahrheit(en), Meinungen und Realitäten reagieren und was möglicherweise „radikal anders“ gedacht werden muss. Nach der Möglichkeit, erste Eindrücke des neugestalteten kärnten.museums zu erhalten – u.a. einer Kurführung durch den Wappensaal – fand am Abend die feierliche Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels statt.
Das österreichische Museumsgütesiegel weist „besonders ausgezeichnete Museumsarbeit“ aus und wird gemeinsam von den beiden Verbänden ICOM und Museumsbund Österreich für 5 Jahre vergeben. Das Museum Stadtarchäologie Hall hat diese Auszeichnung 2011 zum ersten Mal erhalten, 2021 wurde es zum zweiten Mal verlängert.
Das Programm am Donnerstag, 13. Oktober, widmete sich gegenwärtigen disruptiven Entwicklungen – aus verschiedenen Blickwinkeln. Museen befinden sich seit jeher in einem grundlegenden Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Disruption, zwischen Tradition und Neuanfang. Anhand von beispielhaften Quantensprüngen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Kultur und Nachhaltigkeit wird grundsätzlich die Frage gestellt, wie ein Brückenschlag zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen für Museen gelingen kann. Am Abend fand die Verleihung des Österreichischen Museumspreises! statt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis ging 2022 an das Jüdische Museum Hohenems.
Der Freitag, 14. Oktober, wurde – nach der traditionellen aktuellen Stunde – in einem „Museum Raps“ zusammen mit zahlreichen Expert:innen den brandaktuellen Herausforderungen, Visionen, aber auch den momentanen Disruptionen in der österreichischen Museumsbranche nachgespürt. Altstadtführungen sowie kuratorisch begleitete Führungen durch das neu gestaltete kärnten.museum rundeten den Freitagnachmittag ab.
