Renovierung und Modernisierung des Ausstellungsbereich

Februar 2023
Renovierung und Modernisierung
Ausstellungsbereich Museum Stadtarchäologie Hall

Nach dem Ende und dem Abbau der Sonderausstellung „FRAGIL. Die Glashütte Hall 1534–1635“ im Stadtmuseum Hall in Tirol kehrten unsere Leihgaben wieder an ihren ursprünglichen Standort zurück. Der Großteil der über 100 Objekte wurde von Mag. Anny Awad und ihrem Team sorgfältig verpackt und fachgerecht im Depot archiviert. Die Exponate unserer Dauerausstellung fanden dank der tatkräftigen Unterstützung durch den Vorstand wieder sicher unter dem schweren Glasdeckel ihren geschützten Platz.

„Kräftige“ Hilfe bedarf es beim Verschließen der Glasvitrine, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Die beiden digitalen Bilderrahmen oberhalb der großen Gangvitrine waren inzwischen jedoch in die Jahre gekommen und fielen wiederholt aus. Daher war es an der Zeit, die veralteten Geräte zu ersetzen, um die umfassenden Informationen zur Glashüttenausstellung weiterhin zuverlässig präsentieren zu können.
Nun haben unsere Besucherinnen und Besucher wieder die Möglichkeit, die Fotos von Auftragsarbeiten der Haller Glashütte – darunter kunstvoll gefertigte Pokale, Schalen und Trinkgläser – sowie eindrucksvolle Impressionen der archäologischen Grabungen aus den Jahren 2008–2009 zu betrachten. Diese fanden auf dem ehemaligen Gelände der Glashütte in der Unteren Lend (Anna-Dengel-Weg 20a) statt und geben spannende Einblicke in die Geschichte dieses bedeutenden Handwerksstandortes.

Neue moderne Technik für den Ausstellungsbereich, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Auch der Bildschirm über dem Ausgang wurde durch ein modernes Gerät ersetzt. Der neue Monitor überzeugt mit einer großzügigen Bildschirmdiagonale von 50 Zoll sowie zeitgemäßer Ausstattung: WLAN- und Internetzugang, integrierte Lautsprecher, Schwenkfunktion und „Smart View“ – somit lässt er sich bequem per Smartphone steuern.

Neue moderne Technik für den Ausstellungsbereich, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Ein herzlicher Dank gilt Werner Anfang, der die Deckenstrahler erneuert hat, sowie Wolfgang Mader, der die komplette Vitrinenbeleuchtung im Gang auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt hat.

Da unser Museum nicht nur als Präsentationsort dient, sondern auch als Arbeits- und Werkstätte für die Fundaufarbeitung und Restaurierung genutzt wird, war der Holzboden in den letzten Jahren einer besonders starken Beanspruchung ausgesetzt.

Vor der Renovierung: Der Holzboden nach jahrelanger intensiver Nutzung, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

An dieser Stelle möchte ich allen beteiligten Helferinnen und Helfern sowie den engagierten Vorstandsmitgliedern meinen aufrichtigen und herzlichen Dank aussprechen. Ohne ihren tatkräftigen Einsatz, ihre Ausdauer und ihre große Bereitschaft mitanzupacken, wäre die Bodenrenovierung in diesem Umfang nicht möglich gewesen. Es war einmal mehr beeindruckend zu sehen, wie viel durch gemeinsames Anpacken und echten Teamgeist erreicht werden kann.
Die Kalenderwochen 8 und 9 des Jahres 2023 standen ganz im Zeichen intensiver Arbeit. Zunächst wurde der Mehrzweckraum vollständig leergeräumt. Danach ging es dem Boden gründlich an die Substanz: Neben viel Handarbeit kamen auch professionelle Bodenreinigungsmaschinen zum Einsatz, darunter sogenannte Einscheibengeräte sowie kleinere handgeführte Scheibengeräte. Diese Spezialgeräte, die wir dankenswerterweise ausleihen durften, erleichterten die Arbeit erheblich – auch wenn Kraft, Geduld und Ausdauer dennoch gefragt waren.

Engagierte Vorstandsmitglieder zeigen Einsatz, Foto: Stadtarchäologie Hall i.T.

Zusätzlich wurde geschrubbt, gewischt und poliert – stellenweise tatsächlich auf allen Vieren. In drei sorgfältigen Durchgängen wurde das Parkett neu eingelassen, wobei jeder Arbeitsgang höchste Sorgfalt erforderte.
Nach getaner Arbeit wurde der Raum wieder eingeräumt und alles an seinen gewohnten Platz zurückgebracht.
Und weil das Resultat so überzeugend ist und die gemeinsame Aktion – bei aller Anstrengung – auch von guter Stimmung und Zusammenhalt geprägt war, sollten wir uns vornehmen,  diese „Extrem-Boden-Kur“ in fünf Jahren zu wiederholen.