Konservierungsprojekt

Die in der Sammlung Stadtarchäologie Hall befindlichen Objekte aus Metall oder Holz bedurften dringend einer konservatorischen Fürsorge.

Daher wurde für 2011 beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur um Unterstützung angesucht. Dank der Förderung seitens des Ministeriums konnte die konservatorische Behandlung der Buntmetall-, Eisen- und Holzfunde von Oktober 2011 bis Mai 2012 erfolgen. In weiterer Folge konnten die Objekte wissenschaftlich bearbeitet und sodann in die Schau- bzw. Depotsammlung integriert werden.

Alle Holzfunde waren in den letzten Jahren unmittelbar nach den Grabungen in destilliertes Wasser eingelegt worden. Diese Methode bewährte sich sehr, sodass bei Projektbeginn die Gläser nur aufgefüllt werden mussten. Funde von musealem Interesse wurden zu Objekten zusammengesetzt, geklebt und mit Paraloid behandelt, um sie gegen schädliche Umwelteinflüsse resistenter zu machen.

Vornehmlich handelte es sich dabei um gedrechselte, gebötcherte und geschnitzte Gefäße und Geräte aus der Zeit zwischen 1300 und 1700. Die Objekte besitzen als Dokumente der Alltagskultur und der mittelalterlichen Bautechnik hohen wissenschaftlichen Wert.

Die Metallfunde, wie Befestigungselemente, Beschläge, Bestecke und Werkzeuge bzw. deren Teile, sowie Kleidungszubehör mussten zusätzlich mechanisch von Korrosionsschichten befreit werden.

Die Reinigung und konservatorische Behandlung der Eisenschuhe (von Rammpfählen) bedeuteten einen merklichen Gewinn für die permanente Museumspräsentation.

Drei der im Rahmen des Projektes behandelten Pfahlschuhe - Überreste des einstigen Triftrechens im Inn - sind im Museum Stadtarchäologie Hall ausgestellt. Diese Objekte gehören zu den wesentlichen Sachdokumenten der Geschichte Halls.

 

 

 

 

 

 

 

Objekte